Technik ABC Fenster & Türen

Abstandhalter

Der Abstandhalter hält die einzelnen Scheiben auf Abstand, somit wird bei der Zweifachverglasung ein und bei der Dreifachverglasung zwei Abstandhalter benötigt. Er besteht aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff. Der Bestandteil einer Isolierverglasung, bei der die Scheiben im Randbereich mit einem Abstandhalter und Kleb- bzw. Dichtstoffen zusammengefügt werden, heißt Randverbund.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Armierung

Verstärkung von Fensterprofilen mit Stahlprofil, welches in das Kunststoffprofil eingeschoben und verschraubt wird (beim fertigen Fenster nicht mehr sichtbar).

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Beschlag

Funktions-Beschläge sind alle mechanischen Teile, die die Öffnungs- und Schließfunktion des Fensters steuern. Fenster- und Türbeschläge verbinden Flügel und Rahmen. Sie sorgen für guten Bedienkomfort, gewährleisten die Funktionen des Fensters oder der Tür (öffnen und schließen), schützen vor Einbruch, dienen als Kindersicherung und geben dem Fensterflügel den notwendigen Anpressdruck für die Dichtheit des Fensters gegen Wind und Regen.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Dichtungen

Dichtungen gehören neben dem Rahmen, dem Fensterglas und dem Beschlag zu den wesentlichen Elementen eines Fensters. Sie sorgen zum einen dafür, dass die warme Luft aus dem Innenraum nicht nach außen strömen kann. Zum anderen verhindern Dichtungen das Eindringen von Feuchtigkeit und Nässe.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Dokument, das Gebäude aus energetischer Sicht bewertet.
In Deutschland werden Ausstellung, Verwendung, Grundsätze und Grundlagen der Energieausweise in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt.

Grundsätzlich können Energieausweise für bestehende Gebäude – unter Berücksichtigung der differenzierten Regelungen für Wohn- und Nichtwohngebäude – entweder auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt werden.
Potentielle Käufer und Neumieter im Bestand dürfen in der Regel die Energieausweise ansehen. Eigentümer von großen, vielbesuchten öffentlichen Dienstleistungsgebäuden müssen einen Energieausweis aushängen. Auf Basis des Energieausweises ist kein Rückschluss auf die tatsächlich auftretenden Energiekosten eines Gebäudes möglich. Gründe hierfür sind, dass die Berechnung auf einem Normklima in Deutschland und einer Normnutzung sowie einer gleichmäßigen Beheizung des Gebäudes basiert. Der Standort und das Nutzerverhalten beeinflussen somit deutlich das tatsächliche Ergebnis.

Ausstellungsberechtigt sind unter anderem Architekten, Planer, Handwerksmeister sowie staatlich anerkannte Techniker, soweit im Rahmen der Ausbildung die Kenntnisse dazu erworben wurden bzw. eine entsprechende Fortbildung absolviert wurde.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Energieeffizienz

Darunter versteht man, dass ein gewünschter Nutzen (z.B. den Wohnraum heizen) mit möglichst wenig Energie erreicht wird.

Durch den effizienten Einsatz von Energie und die Reduzierung von Energieverlusten durch Wärmedämmung kann der Energieverbrauch gesenkt werden. Das hilft die Ressourcen zu schonen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und bares Geld zu sparen.

Je energieeffizienter also ein Fenster ist, desto weniger Energie wird verbraucht und desto niedriger sind die Kosten.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

g-Wert

Gesamtenergiedurchlässigkeit in % (Solarfaktor nach DIN EN 410).
Er ist ein Maß für den solaren Energiegewinn des Glases, also die Wärmestrahlung der Sonne, die durch das Glas in einen Raum gelangt.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

K-Wert

alte Bezeichnung; siehe U-Wert

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

kWh/m²a

Diese Einheit beschreibt den jährlichen Energiebedarf, abhängig von der Außenfläche des Hauses (in m2) – sowohl für den Heizwärmebedarf als auch für den Primärenergiebedarf (Heizwärme, Warmwasser, Haushaltsstrom etc.) ist die Einheit gebräuchlich.

Zuletzt aktualisiert am 2014-11-03 von WWW.

Lüftung

Moderne Fenster schließen sehr dicht. Aufgrund dieser Dichtigkeit ist ein regelmäßiges Lüften für ein angenehmes Raumklima sehr wichtig:- Raumluftfeuchtigkeit und –temperatur werden reguliert- Verbrauchte Luft wird gegen unverbrauchte Frischluft ersetzt- Schwitzwasser und Schimmelpilzbildung werden vermieden.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

n50-Wert

Der n50-Wert beschreibt die Luftdichtheit eines Gebäudes – er gibt Auskunft über die Ausführungsqualität der so genannten Luftdichtheitsebene. Setzt man den in einer Stunde gemessenen Luftstrom in das Verhältnis zum beheizten Gebäudevolumen, so erhält man den n50-Wert. Er gibt also an, wie oft das gesamte Luftvolumen eines Hauses bei 50 Pascal (Pa) Druckdifferenz pro Stunde ausgetauscht wird.

Bei Passivhäusern muss der n50-Wert unter 0,6 liegen, es dürfen also innerhalb einer Stunde maximal 60 % des Gebäudevolumens durch undichte Stellen entweichen bzw. eindringen (n50 < 0,6 h-1). Zum Vergleich liegt der n50-Wert bei alten, nicht renovierten Häusern oftmals über 10.

Zuletzt aktualisiert am 2014-08-29 von WWW.

Randverbund

Der Randverbund ist ein Bestandteil einer Isolierverglasung, bei der die Scheiben im Randbereich mit einem speziellen Abstandhalter und Kleb- bzw. Dichtstoffen zusammengefügt werden. Die Abstandhalter bestehen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Schalldämmung

Das Einwirken von Lärm ist unangenehm und kann sich bei entsprechender Intensität und Dauer negativ auf den menschlichen Organismus auswirken. Die Wahrnehmung des Lärms erfolgt durch Luftdruckschwankungen, die über das menschliche Ohr aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet werden.

Die Schalldämmung des Fensters wird in Dezibel (dB) gemessen. Je höher, der Zahlenwert, desto besser ist die Schalldämmung. Sie gibt an, wieviel Schallenergie von der ursprünglichen Schallenergie durchgelassen wird. Bei einer Dämmung von 10 dB werden 1/10, bei 20 dB 1/100, bei 30 dB 1/1000 usw. der ursprünglichen Schallenergie durchgelassen; der Mensch empfindet eine Reduzierung von 10 dB als eine Halbierung der Lautstärke. Die Schalldämmung des Fensters ist abhängig von Rahmenmaterial, Isolierglas, Dichtheit des Fensters und des Bauanschlusses.

Zuletzt aktualisiert am 2014-08-29 von WWW.

Schlagregendichtheit

Die Schlagregendichtheit beschreibt die Widerstandsfähigkeit eines Fensters gegen das Eindringen von Wasser, verursacht durch Regen und Wind.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

U-Wert

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme (in Watt) pro Quadratmeter Fläche je Grad Temperaturdifferenz Kelvin durch ein Bauteil fließen (W/m²K). Ein kleiner U-Wert besagt somit einen geringen Wärme- und Energieverlust – das Bauteil ist gut gedämmt.

Der Wärmedurchgangs-Koeffizient wird unterschieden in:

  • Ug Wärmedämmwert für die Verglasung
  • Uf Wärmedämmwert für den Fensterrahmen
  • Uw Wärmedämmwert für das Fenster – errechnet sich aus allen Komponenten des Fensters – Ug und Uf sowie Ψ (PSI)

Zuletzt aktualisiert am 2014-08-29 von WWW.

Verbund-Sicherheitsglas (VSG)

Das Verbund-Sicherheitsglas besteht aus mindestens 2 Scheiben, zwischen welchen eine oder mehrere elastische hochreißfeste Polymerfolien aus Polyvinyl-Butyral (PVB) eingesetzt werden. Die Glassplitter haften an der PVB-Folie beim Falle einer Beschädigung und vermindern so das Risiko von Schnitt- und Stichverletzungen.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Warme Kante

Ein Abstandhalter zwischen den Glasscheiben bei Mehrscheiben-Isolierglas, der aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit besteht, wird als Warme Kante bezeichnet. Eine Warme Kante hat eine deutlich bessere Isolationswirkung als Aluminium und ermöglicht im Winter raumseitig eine deutlich höhere Oberflächentemperatur am Glasrand als ein Aluminiumabstandhalter.

Zuletzt aktualisiert am 2014-09-10 von WWW.

Wärmedämmung

Da bei einem Haus ca. 25 % der Energie durch die Fenster verloren gehen können, ist die Wärmedämmung des Fensters besonders wichtig. Der Energietransport am Fenster besteht nicht nur aus Wärmeverlusten - aufgrund der Transparenz des Glases wird auch ein Energiezugewinn erreicht. Bei entsprechender Planung können durch die Anordnung der Fensterflächen (große Fensterflächen nach Süden) die Energiebilanz des Gebäudes entsprechend beeinflusst und die Heizkosten gesenkt werden.

Die Wärmedämmung des Fensters ist abhängig von Rahmenmaterial, Isolierglas und der Dichtheit des Fensters. Die Kenngröße für die Dämmeigenschaften des Fensters ist der U-Wert. Je kleiner der Zahlenwert, desto besser die Wärmedämmung. Durch Zusatzeinrichtungen wie Rollläden und Fensterläden ist eine zusätzliche Verbesserung des U-Wertes möglich.

Zuletzt aktualisiert am 2014-08-29 von WWW.

Ψ (PSI)

Wärmedurchgangs-Koeffizient für den Wärmedurchgang im Bereich des Randverbundes des Isolierglases. Angegeben wird er in W/mK, je niedriger die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist das Wärmedämmvermögen.

Zuletzt aktualisiert am 2014-08-29 von WWW.